Mehr Nutzhanf! Mehr Strohballenhäuser!

Sie sind noch unsicher, wen Sie wählen? Wollen Sodom entmachten und Gomorrha verhindern? Meine Empfehlung: Wählen Sie die Violetten, die Partei für spirituelle Politik!

Nie gehört? Dann hier in aller Kürze Parteiprofil und -programm, objektiv paraphrasiert mit Original-Zitaten von der Homepage der Violetten als Dreingabe:

Ziel ist eine Gesellschaftsordnung, deren Grundpfeiler „Selbsterkenntnis durch die individuelle spirituelle Entwicklung“, Liebe, Toleranz und das „Wohl allen Seins“ sind. Spirituelle Politik bedeutet, „das Verbindende statt des Trennenden zu betonen“ und „das Göttliche in allem[,] was ist[,] zu sehen“. Um Skeptikern jetzt gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen, nein, „die Partei gehört keiner Sekte, Religion oder Glaubensgemeinschaft an“.

Für eine neue Ganzheitlichkeit handeln, das heißt zum Beispiel, das Gesundheitswesen von Grund auf umzukrempeln. Denn Krankheiten sind Manifestationen negativer energetischer Schwingungen, ergo muss man (mit naturheilkundlichen Methoden) vorbeugen und Körper, Geist und Seele jedes Bürgers in Einklang bringen.

Brisante Themen des aktuellen politischen Geschehens scheut man trotz ganzheitlicher Perspektive nicht und positioniert sich mit klaren Aussagen im Meinungsspektrum der Parteienlandschaft: „Aus dieser höheren Sicht ist die Zuweisung von Täter- und Opferrollen nicht mehr sinnvoll“ (nein nein, gemeint ist „aus höherer Sicht“: Sie müssen von der konkreten Situation schon abstrahieren!)

Ökologisches Denken zu fördern ist den Violetten ein Grundanliegen. Strohballenhäuser, so führt man an, seien eine sinnvolle Alternative zum „konventionellen Ziegelbau“. Nein, sie brennen nicht. Und ja, man kann auch mehrgeschossig bauen. Aber das Beste: „Um- und Anbauten sind leicht realisierbar“! Weiterhin könne man Plastik durch Nutzhanf als Universalrohstoff ersetzen. Nur um Missverständnissen an dieser Stelle vorzubeugen: „Nutzhanf ist vom Thema „Drogen“ strikt zu trennen, denn er ist THC-arm und daher zum „high-werden“ nicht geeignet…“ (Na na, was sollen denn diese ironischen Anführungsstriche und die sprechenden Auslassungspunkte am Satzende? Das wollen wir aber nicht gehört haben!) Nutzhanf eignet sich auch als Benzinersatz. Das habe schon Ford erkannt, der schon damals ein ökologisches „Auto vom Acker“ mit einer Karosserie aus Flachs, Hanf und Weizen entwickelt habe. (Glauben Sie nicht? Take a gram of soma!)

Was die Wirtschaftsordnung dieses unseres Landes betrifft, so erkennen die visionären Violetten den neuralgischen Punkt sofort: „In einer endlichen Welt kann es kein unendliches Wirtschaftswachstum geben!“ Sie können nicht folgen? Dann hier die Erklärung: Hätte Joseph bei Christi Geburt einen Pfennig angelegt, dann wäre der heute, allein durch die Zinsen, so viel Wert wie „216 Mrd. Erdkugeln aus purem Gold“. Und das ist ja wohl kaum möglich, q.e.d. Man will den Kapitalismus aber nicht gleich abschaffen. Nur die Schönheitsfehler etwas ausbessern, z.B. durch Komplementärwährungen. Das sind Währungen, die nur in bestimmten Regionen Zahlungsmittel sind und ergo selbige als Wirtschaftsstandorte stärken. Das gibt es tatsächlich, wie erläutert wird: den „Chiemgauer“ in Südbayern zum Beispiel. Und das kam so: „Das Schülerprojekt einer Waldorfschule wurde 2002 ins Leben gerufen und hat sich inzwischen zu einer ernstzunehmenden und regional gern gesehenen Zweitwährung entwickelt“. Ei, des wär doch s rischtische für Hesse! De „Äppler“, zwoehalb Äppler e Euro!

So, und jetzt auf zu den Urnen! Und vergessen Sie nicht: „Alles ist Schwingung„!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: