Archive for April, 2008

Pimp my blog

Tiefgrün vor Neid gafft D-Blogmarie mal wieder auf die Besucherzahlen von Germanys A-Bloggaz. Komplexe kriegt sie da, weil ihre eigenen immer so phlegmatisch die Nulllinie entlangdümpeln. Sie kann wirklich von Glück reden, dass sie noch nicht in die Miesen gerutscht sind. Und das nur, weil sie hier immer alles mit Urlaubsfotos vollpostet, die sie dann auch noch für relevant hält. Deswegen schreibt sie heute nicht, wie ursprünglich intendiert, über das, was ihr Kater heute gemacht hat, was so süß war, sondern bloggt zur Abwechslung mal genauso thematisch wie mit Sc**anz. Eine Prise SEO kann da auch nicht schaden. Sie arbeitet also mit einem Haupt-Top-Keyword, mit dem sie sich im Ranking nach oben juckelt, und einer Reihe von Neben-Top-Keywords, mit denen sie die Treffer streut. Rhetorisches Gedöns braucht sowieso kein Mensch, und erst recht nicht die erwartete Leserflut. Lässt sie also weg.

Für Sophie von Germany’s Next Topmodel ist der Traum von der Karriere auf dem Laufsteg nun geplatzt. Sie wird nicht mit Heidi Klum, Gisele, Raquel, Jenny und den anderen Girls nach Australien reisen. Google hingegen erlitt keinen derartigen Erfolgsknick und freut sich über die guten Quartalszahlen, die das Unternehmen heute nach US-Börsenschluss mitteilte. Im ersten Quartal 2008 konnte Google Umsatz und Gewinn erheblich steigern. Die Analysten hatten laut Spiegel Online mit einem Umsatz von 5,13 Milliarden Euro gerechnet, tatsächlich vermeldete Google für das erste Quartal laut Quartalszahlen 2008 einen Google-Umsatz 2008 von 5,19 Milliarden Euro, sowie einen Nettogewinn von 4,12 Dollar je Aktie. Haupt-Einnahme-Quelle von Google sind seit je her AdWords und AdSense. Um etwa 20% stieg in diesem Quartal die Zahl der Klicks auf gewerbliche Suchanzeigen. Die Google-Quartalszahlen können sich also sehen lassen, trotz der befürchteten Übersättigung an Online-Werbung. Börsenspekulanten werden diese Zahlen befriedigen, es bleibt abzuwarten, ob damit nun der Höhepunkt erreicht ist, oder dies noch nicht die Klimax war. Das Kreativ-Blog listet zum Vergleich die Quartalszahlen von Google für die Quartale des vergangenen Jahres mit je 3.66, 3.87, 4.32 und 4.83 Milliarden Dollar je Quartal, und weist darauf hin, dass Marc S. Mahaney, der Citigroup- Anal yst, die Aktie von Google, unverändert mit „buy“ einstuft und das Kursziel läge bei 600 USD.

Die Blogger-Community wird besonders die Entwicklung im Bereich AdWords und AdSense im Auge behalten, sich aber wohl auch verstärkt nach anderen Verdienstmöglickeiten mit Blogs umsehen, wie z.B. Trigami. Dadurch würde auch die tägliche, Zeit aufwändige Suche nach Top-Keywords wie Paris Hilton, Ikea und Co. überflüssig.

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Urlaubsplanung

Göttergatte (maulend): „Ich will aber nicht nach Barcelona, ich will ans Meer!“

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Adieu, Uni!

Blogmarie freut sich, als die beiden Professoren sie wieder hereinbitten und ihr zur sehr guten Prüfungsleistung gratulieren. Ein bisschen enttäuscht war sie zunächst, weil sie den Einstieg vor lauter Nervosität und akuter Denkblockaden so versemmelt hat, stolz wie Bolle ist sie jetzt über das Lob für den komplizierten Beweis, den sie in der Klausur skizzieren konnte, und dann ärgert sie sich noch über den stiefmütterlichen Kommentar zu ihrem Beweis einer Trivialität, den der Herr Professor höchstselbst nicht so elegant hinbekommen habe, wie er – die Wahrheit ungeniert beugend – behauptet. Noch ein paar Sätzchen höflicher small talk und Blogmarie leaves the building.

Dann steht sie auf der Straße und weiß nicht so recht, wohin mit sich. Eigentlich müsste sie ja jetzt stante pede ihr Telefonbuch durchtelefonieren, fünfzehn Mal hysterisch „Mit Eins und Sternenstaub bestanden!“ in ihr Handy brüllen, dann auf die nächste Kneipe zusteuern und eine Runde Schampus für alle ordern. Stattdessen wird sie vom Pathos übermannt, überquert ein allerletztes Mal den Campus, nutzt zum allerletzten Mal die Toiletten im Hauptgebäude, betritt zum allerletzten Mal die Bibliothek um ihre Bücher abzugeben, und in ihrem ganzen verbleibenden Leben wird sie nie wieder hier Bücher ausleihen, macht sie sich klar. Dabei hat sie sich erst gestern noch königlich über den ultraschwülstigen Einleitungssatz im Einladungsschreiben für die offizielle Absolventenverabschiedungsfete amüsiert: „Für Sie geht mit dem Studienabschluss ein Lebensabschnitt zu Ende und ein neuer Abschnitt beginnt.“ Jetzt findet sie plötzlich, der Herr Beamte, der die Prüfungsorganisation sachbearbeitet, habe da den Nagel ganz schön auf den Kopf getroffen.

In Melancholie ertrinkend schlurft sie zur U-Bahn, und in der Innenstadt trifft sie zufällig ihre Freundin, die gerade in der Mittagspause und nicht in der Stimmung für Empathiebekundungen ist. „Du tust mir gar nicht Leid. Jetzt geh erstmal shoppen!“ Nur womit denn, oh Henry? Meinem Studentenausweis im Kreditkartenformat? Das Leben kann so hart sein.

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